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Bluttransfusion
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Bluttransfusion : Bei großen Blutverlusten, verschiedenen Krankheiten wie dem myelodysplastischen Syndrom und als unerwünschtes Resultat bei allen Chemotherapien werden meist Bluttransfusionen durchgeführt, um das Blutvolumen aufzufüllen oder bestimmte Blutbestandteile, an denen ein Mangel vorliegt, gezielt zu ergänzen. Hierbei ist zu beachten, dass das Blut von Spender und Empfänger hinsichtlich der Blutgruppen und des Rhesusfaktors bestimmte Bedingungen erfüllen muss, da es sonst zu schweren Transfusionszwischenfällen kommen kann. Um Transfusionen zu ermöglichen, sind jedoch Blutspenden nötig. Der Überbegriff Bluttransfusion bezeichnet das Zuführen von (Voll-)Blut oder Blutbestandteilen, was in der Regel als intravenöse Infusion erfolgt. Stammen das Blut bzw. die Blutbestandteile von einem fremden Blutspender handelt es sich um eine Fremdblutspende. Sind Blutspender und Blutempfänger die selbe Person, redet man von einer Eigenblutspende (Autotransfusion). Voraussetzung für eine erfolgreiche Transfusion ist, dass das verabreichte Blut bzw. die Blutbestandteile frei von Infektionserregern ist und dass Immunreaktionen durch sorgfältiges Testen von Spender und Empfänger vermieden werden. Bei der Transfusion von zellulären Blutprodukten und Blutplasma müssen die verschiedenen Blutgruppenmerkmale beachtet werden. Es darf nur blutgruppenverträgliches (sog. kompatibles) Blut übertragen werden, sonst kommt es zu einer lebensbedrohlichen immunologischen Reaktion auf das fremde Blut. Besonders wichtig sind in diesem Zusammenhang das AB0-Blutgruppensystem und der Rhesusfaktor. Während in den meisten anderen Blutgruppensystemen Antikörper gegen fremde Merkmale erst nach einer Transfusion gebildet werden und somit erst frühestens einige Tage später, bei einer erneuten Transfusion, stören würden, sind im AB0-System solche Antikörper grundsätzlich gegen alle AB0-Merkmale vorhanden, die der Empfänger selber nicht hat. Erhält eine Person mit Blutgruppe „A“ eine Spende vom Typ „B“ kann eine hämolytische Reaktion ausgelöst werden, die viele rote Blutkörperchen zerstört. Wird eine Rh-negative Person dem Blut eines Rh-positiven Spenders ausgesetzt, kann sie Rhesus-Antikörper entwickeln, die bewirken, dass Rh-positive rote Blutkörperchen zerstört werden. Aufgrund der hierbei aus den Zellen freigesetzten Substanzen, ist eine Zerstörung von Erythrozyten nachteilig und kann tödlich enden. Wichtig ist, dass die Blutgruppen-Kompatibilität bei Transfusion von Plasma gerade umgekehrt zu der Transfusion von Erythrozyten ist (siehe oben stehende Tabellen). Ein Beispiel: ein Empfänger mit Blutgruppe A besitzt Antikörper gegen B, d.h. er darf nur Erythrozytenkonzentrate der Blutgruppen A oder 0 erhalten, die das Oberflächenmerkmal B nicht haben. Andererseits darf er aber kein Plasma eines Spenders der Blutgruppen A oder 0 erhalten, da dieses ja Antikörper gegen A enthält. Wie bei jedem anderen Arzneimittel kann es auch bei Blutprodukten zu unerwünschten Reaktionen und Nebenwirkungen kommen. Besonders gefürchtet ist die akute hämolytische Transfusionsreaktion nach Transfusion einer AB0-unverträglichen Erythrozyten-Konserve. Solche Zwischenfälle sind mittlerweile sehr selten, können aber noch immer tödlich enden. Eine weitere häufige Komplikation sind allergische Reaktionen gegen Bestandteile des fremden Blutes. Mit einer Blutkonserve können Bakterien (z. B. Yersinien) und Viren (HIV, Hepatitis-Viren) übertragen werden. Bei einer sorgfältigen Prüfung und Spenderauswahl ist die Gefahr der Übertragung von Hepatitis und HIV allerdings äußerst gering. Nach den Meldungen an das Paul-Ehrlich-Institut fanden in den letzten 5 Jahren (Stand 2004) nur insgesamt 4 HIV-Übertragungen durch zelluläre Blutkomponenten statt. Es muss bei einer Bluttransfusion auch darauf geachtet werden, dass nicht zu viele weiße Blutkörperchen in den Organismus des Empfängers gelangen. Weiße Blutkörperchen können die Bildung von Antikörpern hervorrufen, die bei zukünftigen Transfusionen oder Organtranstransplantationen von Nachteil sein können. Liegen bereits Antikörper vor, so kann die Transfusion von weißen Blutkörperchen Reaktionen wie Fieber und Schüttelfrost hervorrufen. Außerdem verbessert die Entfernung der weißen Blutkörperchen die Lagereigenschaften von Blutpräparaten. Vermehrungsfähige weiße Blutkörperchen können bei der Übertragung an immungeschwächte Patienten auch die in der Regel tödliche Graft-versus-Host-Reaktion (GvH=Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion) hervorrufen, bei der die fremden weißen Blutkörperchen (Lymphozyten) den Empfängerorganismus angreifen. Das Risiko für eine GvH-Reaktion kann effektiv durch die Bestrahlung von Blutprodukten reduziert werden. Seit dem 1. Oktober 2001 werden in Deutschland ausschließlich solche Vollblutpräparate, Erythrozytenkonzentrate und Thrombozytenkonzentrate in Verkehr gebracht, deren Leukozytengehalt weniger als 1 000 000 pro Einheit (Blutkonserve) beträgt. Anämie (Blutarmut) wird am Hämoglobin (Hb) (in den USA auch am Hämatokrit) gemessen. Es gibt keinen absoluten unteren Wert, ab dem eine Transfusion automatisch erfolgen muß. Die Hb-Normwerte für Männer sind 14-18 g/dl, für Frauen 12-16 g/dl. Es gibt aber z.B. seltene Formen von angeborenen Blutbildungsstörungen, bei denen die Patienten seit Geburt einen sehr niedrigen Hb-Wert haben, damit aber gut im Alltag zurechtkommen (z. B. im Extremfall bis Hb 6 g/dl). Andererseits können Menschen mit ausgeprägter Herzinsuffizienz (Herzschwäche) schon bei einem Hb-Wert von 10 g/dl schwere Symptome im Sinne von Luftnot, Kreislaufschwäche, etc. bekommen (bei Blutarmut muß das Herz schneller pumpen um die Sauerstoffträger durch den Körper zu befördern und kommt dementsprechend schneller an seine Grenzen) . Wann einen Transfusion zu erfolgen hat, muß also individuell entschieden werden. Das Transfusionswesen wird auf rechtlicher Ebene durch das Transfusionsgesetz geregelt. Die konkrete Umsetzung der Vorschriften geht aus den Richtlinien und Leitlinien zur Hämotherapie der Bundesärztekammer hervor, die teilweise sehr detailliert festlegen, wie die einzelnen Handlungsschritte von der Auswahl des Spenders bis zur Überwachung des Empfängers zu erfolgen haben. Treten starke Blutverluste auf, z. B. bei Unfällen, Operationen oder Magendarmblutungen, sind Bluttransfusionen oft lebensrettend. Bluttransfusionen werden von Zeugen Jehovas aus religiösen Gründen abgelehnt. Die persönliche Entscheidungsfreiheit des Patienten, eine medizinischen Behandlung abzulehnen, wird auf Europaebene durch das Übereinkommen über Menschenrechte und Biomedizin formuliert und in Deutschland durch das Grundgesetz und entsprechende Urteile bestätigt.Vollbluttransfusionen werden heute nur noch selten durchgeführt. In der Regel wird heute das Blut in seine Komponenten aufgetrennt und komponentenweise transfundiert. Das hat zwei Vorteile: zum einen erhält der Patient nur die Blutbestandteile, die ihm fehlen, z. B. nur Erythrozyten (rote Blutzellen) bei Anämie, nur Plasma bei Mangel von Plasmaproteinen, etc., und nicht noch \"überflüssigerweise\" noch andere Bestandteile des Blutes. Zweitens lassen sich die Blutkomponenten in getrennter Form wesentlich länger aufbewahren. Vollblut muß i.d.R. bei mindestens 4 C aufbewahrt werden, da sonst die Erythrozyten und erst recht die Blutplättchen (Thrombozyten) kaputtgehen. Bei dieser Temperatur verlieren viele Plasmaproteine (insbesondere die Gerinnungsfaktoren) innerhalb von Tagen ihre Wirksamkeit. Trennt man dagagen das Plasma ab, so kann man es einfrieren und monatelang lagern. Transfundiert werden: Erythrozyten-Konzentrate: bei \"Blutarmut\" (Anämie) Granulozyten-Konzentrate: bei Mangel an Granulozyten (Granulozytopenie) und schweren Infektionen. Thrombozyten-Konzentrate: bei Mangel an Thrombozyten (Thrombozytopenie) und Blutungsneigung. Plasmatransfusion: bei Mangel an Plasmaproteinen (z. B. nach großen Blutverlusten) oder bei Blutungsneigung Blutstammzzell-Präparate i.d.R. im Rahmen einer Stammzelltransplantation Gerinnungsfaktor-Konzentrate: bei Mangel an Gerinnungsfaktoren Immunglobuline bei Antikörper-Mangel und Infektneigung Es wird zwischen Vollblutspenden, Eigenblutspenden und Spenden nur einzelner spezifischer Blutbestandteile (z.B. Blutplasma oder Thrombozyten) unterschieden. Bei einer Vollblutspende werden dem Spender ca. 500 ml venöses Blut entnommen, konserviert, untersucht und bei entsprechender Eignung in verschiedene Blutprodukte aufgetrennt. Diese werden in einer Blutbank eingelagert. Eigenblutspenden dienen der Bereitstellung von Blut vor einer Operation, das bei eventuell auftretendem Blutverlust ohne Komplikationen dem Patienten wieder verabreicht werden kann. Eine Blutspende kostet den Empfänger bzw. dessen Krankenkasse Hauptbestandteil dieses Betrages ist die Ausführung der Blutspendetermine, weitere Kostenpunkte sind Laboruntersuchungen, Haltbarmachung, Verteilung und Verwaltung. Alternativen zur Blutspende sind künstliches Blut, das aus lang haltbaren gefriergetrockneten roten Blutkörperchen in einer isotonischen Lösung besteht und Blutersatz, das starken Blutverlust ausgleichen soll, wenn keine Blutkonserven verfügbar sind. Blutersatzmittel können entweder das noch vorhandene Restblut verdünnen und somit das für einen funktionierenden Blutkreislauf notwendige Volumen wiederherstellen (sog. Volumenexpander) oder das Blut durch aktives Übernehmen des Sauerstofftransports unterstützen. Auch bei den übrigen Säugetieren gibt es verschiedene Blutgruppensysteme (bei Haustieren 7 bis 15) mit jeweils einer Mehrzahl von Blutgruppenfaktoren. Im Gegensatz zum Menschen gibt es allerdings bei der ersten Bluttransfusion kaum Reaktionen auf diese Blutgruppenunterschiede. Daraufhin gebildete Antikörper rufen erst bei Folgeblutspenden gegebenenfalls eine Unverträglichkeitsreaktion hervor. Blutspender müssen bestimmte Bedingungen erfüllen, um bestmöglich sicherzustellen, dass ihr Blut hohen Qualitätsanforderungen genügt. So versucht man, durch Anamnese und Untersuchung der Spender Krankheiten auszuschließen und „riskante Spender“ gar nicht erst zuzulassen. Jedem Blutspender wird zunächst eine Blutprobe entnommen, aus der z. B. Hepatitis- und HIV-Teste durchgeführt werden. Vollbluttransfusionen werden heutzutage praktisch nicht mehr durchgeführt, stattdessen werden die einzelnen, im jeweiligen Fall benötigten Bluttransfusion Blutbestandteile gezielt transfundiert. Transfusionen von Vollblut können Leben retten, sind aber auch mit Gefahren verbunden. Bei jeder Transfusion ist Bluttransfusion darauf zu achten, dass die richtige Blutgruppe infundiert wird. Kommt es bei der Blutgruppenbestimmung zu Fehlern, kann das tödliche Folgen für den Bluttransfusion Empfänger haben. Ein weiterer Nachteil von Vollblut-Transfusionen ist die Gefahr einer Krankheitsübertragung. Sie kann lediglich durch eine Bluttransfusion Untersuchung des Spenders und durch Laborkontrollen seines Blutes ausgeschlossen werden. Eine Inaktivierung von Krankheitserregern im Vollblut ist Bluttransfusion nicht möglich. Da Vollblut rasch verdirbt, muss es sofort nach der Blutspende eingefroren werden und bei tiefen Temperaturen gekühlt gelagert werden. Bluttransfusion Transfusionen von Vollblut sind immer dann nötig, wenn ein Patienten so viel Blut verloren hat, dass neben einem Flüssigkeitsersatz auch einen Ersatz Bluttransfusion von Blutkörperchen benötigt wird. Gefrorenes Plasma wird von den Medizinern als Fresh Frozen Plasma oder Gefrorenes Frisch Plasma (FFP oder GFP) Bluttransfusion bezeichnet. Plasmatransfusionen haben ähnliche Nachteile wie Vollbuttransfusionen was die Blutgruppenkompatibilität, Sicherheit und Bluttransfusion Bluttransfusion Lagerbedingungen angeht. Ihr Einsatz ist immer dann richtig, wenn zwar keine Blutkörperchen, wohl aber Gerinnungssubstanzen gebraucht werden. Das Bluttransfusion kann beispielsweise bei Schockzuständen der Fall sein. Blutverlust Ein erwachsener Mensch besteht zu etwa 7 bis 8% aus Blut. Das heißt, dass etwa Bluttransfusion 4 bis 7 Liter in unseren Adern pulsieren. Weil Blut für uns so lebenswichtig ist, ist es im Überfluss vorhanden. Mehr als einen halben Liter (500 - 800 ml) Bluttransfusion davon können wir entbehren, ohne dass wir etwas davon merken. Blutspenden sind überhaupt nur deshalb möglich. Serumtransfusion Bei den Bluttransfusion Ausdrücken Blut-, Plasma- und Serumtransfusion denkt man natürlich zunächst an Akutsituationen wie etwa nach Unfällen. Und tatsächlich ist das ein Bluttransfusion wichtiges Einsatzgebiet der Transfusionsmedizin. Bei der Behandlung von großen Blutverlusten etwa durch innere oder äußere Blutungen kommt es vor Bluttransfusion allem auf den Ersatz von Flüssigkeit an. Rote Blutkörperchen sind nämlich im Überschuss vorhanden. Das Blut kann also recht stark verdünnt werden, Bluttransfusion bevor es zu einem Sauerstoffmangel in den Geweben kommt. Da also vor allem der Plasma- und Serumverlust eine Rolle spielt, reicht es in diesen Bluttransfusion Akutsituationen oft aus, Serum zu infundieren, damit der Patient überlebt. Da Serumkonserven unabhängig von der Blutgruppe eingesetzt werden können Bluttransfusion und nicht gefroren sind, kann man sehr rasch handeln. Neben Serumkonserven kommen in dieser Situation auch Albuminlösungen oder künstlich Bluttransfusion hergestellte Präparate, die als Plasmaexpander bezeichnet werden, zum Einsatz. Doch auch in weniger akuten Fällen kann eine Transfusion von Serum Bluttransfusion überlebenswichtig sein. Fehlen einem Patienten beispielsweise bestimmte Proteine im Blut, kann das schlimme Folgen haben. Ein Mangel an Bluttransfusion Immunglobulinen beispielsweise verursacht eine sehr hohe Infektionsgefahr. Die Infusion von Serumkonserven kann auch in dieser Situation gute Dienste Bluttransfusion leisten. Bluttransfusion bedeutet die Verabreichung von Blut oder Blutbestandteilen mittels Venenkanüle direkt in die Blutbahn des Patienten Die Gabe Bluttransfusion von Vollblut mit allen Blutbestandteilen stellt heute eine Ausnahmeerscheinung dar. Das gespendete Blut wird in den Spezialabteilungen (Blutbanken der Bluttransfusion Spitäler) in die Einzelbestandteile rote Blutkörperchen (Erythrocyten), weiße Blutkörperchen (Leukocyten), Blutplättchen (Thrombocyten) und Blutplasma Bluttransfusion aufgetrennt. So wird den Patienten nur jener Bestandteil, der ihnen eigentlich fehlt, gegeben. Das heißt: Bei einer Anämie (Mangel an roten Blutkörperchen) werden Erytrocytenkonzentrate (ein Produkt aus Vollblut, das fast ausschließlich rote Blutkörperchen enthält), bei Blutplättchenmangel. Thrombocytenkonzentrate (gelbliche Flüssigkeit, das aus Plasma und hauptsächlich aus Blutplättchen besteht) verabreicht. Leukozytenkonzentrate werden sehr selten bei Mangel an Leukozyten verbunden mit einer lebensbedrohlichen Infektion angewendet. Bluttransfusionen dürfen nur vom Arzt angeordnet und verabreicht werden. Der Bluttransfusion Patient muss über mögliche Gefahren aufgeklärt werden und mit dem Eingriff einverstanden sein. Dazu muss eine Einverständniserklärung unterschrieben werden. Blutkonserven dürfen nur bei absoluter Notwendigkeit verabreicht werden, da immer ein gewisses, wenn auch sehr kleines Restrisiko (trotz aller Bluttransfusion Untersuchungen) für eine Infektionsübertragung und hämolytische Komplikationen besteht. Bei bewusstlosen Patienten dürfen Blutkonserven nur bei lebensbedrohlichen Zuständen angewendet werden. Der Grund für eine Bluttransfusion ist meist eine hochgradige Blutarmut (Anämie). Manchmal ist zum Schutz vor massiven (d. h. Zerstörung der eigenen Erythrozyten, z. B. bei Transfusionszwischenfällen, hämolytischen Krisen bei, Blutgruppenunverträglichkeit zwischen Mutter und Bluttransfusion Neugeborenem) eine Austauschtransfusion erforderlich. Dabei wird das gesamte Patientenblut durch Spenderblut ersetzt. Nur zur Austauschtransfusion wird Frischblut, d. h. Blut in seiner natürlichen Zusammensetzung, das nicht älter als 72 Stunden ist, verabreicht. In den meisten anderen Fällen werden Bluttransfusion Erythrozytenkonzentrate (bei Anämie), Thrombozytenkonzentrate (bei Mangel an Blutplättchen), Gerinnungsfaktorenkonzentrate oder Blutplasma (bei Bluttransfusion Gerinnungsstörungen) verwendet. Das Blut kann entweder von fremden Spendern sein (Fremdblutspende), oder bei geplanten Operationen mit absehbarem größerem Bluttransfusion Blutverlust vom Patienten selbst einige Zeit vorher abgenommen und bei Bedarf nachher wieder transfundiert werden (Eigenblutspende). Fremdblut wird in der Blutbank gelagert, es stammt von freiwilligen Spendern und wird auf mögliche vorhandene Krankheitserreger untersucht. Bei geplanten Operationen empfiehlt sich die Eigenblutspende, da nur hier keine Gefahr der Infektübertragung oder Unverträglichkeitsreaktionen besteht. Wenden Sie sich dazu an den Chirurgen bzw. an die Bluttransfusion Blutbank des Krankenhauses. Empfänger- und Spenderblut müssen Blutgruppen- und Rhesusfaktor verträglich sein, d. h. im Idealfall in Blutgruppe und Bluttransfusion Rhesusfaktor übereinstimmen. Blut der Blutgruppe 0 Rhesus negativ gilt als Universalspender und darf an Patienten mit jeder beliebigen Blutgruppe verabreicht werden. Patienten mit Blutgruppe AB pos. dürfen Blut jeder Blutgruppe erhalten, Patienten mit positivem Rhesusfaktor auch solches mit negativem Bluttransfusion Rhesusfaktor. Der Arzt nimmt dem Patienten Blut ab, im Labor werden dann Blutgruppe und Rhesusfaktor bestimmt und eine blutgruppengleiche Blutkonserve wird bereitgestellt. Vor Verabreichung der Blutkonserven muß der Arzt nochmals die Identität sowie die Blutgruppe des Patienten und der Blutkonserve überprüfen. Das geschieht - um Verwechslungen auszuschließen - mittels Bedside-Test direkt am Bett des Patienten, mit einem Kärtchen, auf dem Blutproben des Bluttransfusion Patienten und aus der Blutkonserve unmittelbar vor der Transfusion mit Antiseren (Anti-A, -B, -AB, und Anti-Rh) zusammengebracht werden und so die Bluttransfusion Richtigkeit der Laboruntersuchung bestätigt wird. Die Transfusion wird vom Arzt durchgeführt, er überwacht den Patienten während der ersten Minuten nach Transfusionsbeginn selbst, um bei Auftreten von Unverträglichkeitsreaktionen sofort entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Komplikationen Als häufigste Nebenwirkungen treten Unwohlsein, Schüttelfrost, Fieber, Blutdruckabfall und seltener Kreislaufschock auf. Die Häufigkeit dieser Nebenwirkungen ist abhängig von der Patientengruppe. Je häufiger einem Patienten Blutkonserven verabreicht werden müssen, desto häufiger treten diese Nebenwirkungen auf (hier ca. einmal auf 40 verabreichte Erythrocyten - Thrombocytenkonzentrate). Diese sind meist durch Antikörperreaktionen gegen in der Blutkonserve enthaltene weiße Blutkörperchen ausgelöst. In solchen Fällen wird die Transfusion sofort abgebrochen. Falls dadurch keine ausreichende Besserung der Beschwerden eintritt, wird Cortison gegeben. Bei Bluttransfusion Fehltransfusionen (durch Verwechslungen) oder bei Vorhandensein von irregulären Antikörpern (Antikörper gegen Erythrozyten, die bei der routinemäßigen Untersuchung nicht festgestellt werden können), kommt es zur Hämolsye, d. h. Zerstörung von körpereigenen roten Blutkörperchen, mit der Gefahr des Bluttransfusion Auftretens von schweren Gerinnungsstörungen und Schock. In solchen Fällen wird Cortison in großen Dosen verabreicht, gegebenenfalls eine intensivmedizinische Überwachung und eine Schockbehandlung (massive Flüssigkeitszufuhr, Verabreichung kreislaufunterstützender Medikamente, z. B. Adrenalin) durchgeführt. Bluttransfusion
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